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Gekonnt, mutig und konsequent langfristig das Familienvermögen sichern
Mittelständisch geführte Familienunternehmen beschäftigen sich zu wenig systematisch mit der Ausschöpfung zukünftiger Potentiale zum Vermögenswachstum. Leider orientieren sie sich eher am traditionellen Anlagemuster, gewachsen an den bisherigen Erfolgen.
Die Schnittstellen zwischen Unternehmerfamilien und Familienunternehmen sind vielfältig. Meistens auch kompliziert und nicht transparent. Wer erfolgreich einen Vermögenstransfer (Übergang des Vermögens an die nächste Generation) mitgestalten will, der hat zuerst die familiäre Situation zu klären. Dann entsprechende Strategien zu erarbeiten und in einer dritten Phase für eine konsequente Umsetzung des beschlossenen Massnahmenplanes (Roadmap) zu sorgen.
Dabei ist zu klären, ob alle oben aufgeführten Teile wirklich benötigt werden. Und die Exponenten der Familie sind gefordert, ausgetretene Pfade zu verlassen sowie „unübliche Lösungsvarianten“ intensiv zu prüfen.
Erfolgreiches Vermögensmanagement bedingt keine alleinige Entwicklung von Entscheidungsgrundlagen im stillen Kämmerlein, sondern deren gemeinsame Erarbeitung und eine intensive Kommunikation innerhalb der Familie sowie mit entsprechenden Spezialisten.
Denn die Familienmitglieder verfolgen unter Umständen eigene Ziele und haben als Miteigner ein legitimes Interesse daran, dass beispielsweise der bevorstehende Wechsel in der Vermögenszusammensetzung sich nicht nachteilig auf die persönlichen Beziehungen und die Vermögensverhältnisse innerhalb der Familie auswirkt.
Sie wollen mit anderen Worten, dass nicht nur das Vermögen, sondern auch die Familie gesichert ist und fortbesteht. Hierzu ist zunächst innerhalb der Familie in einem gemeinsamen Vorgehen ein Verständigungs- und Zielbildungsprozess zu initiieren. Nach dieser Auslegeordnung der sich daraus ergebenden Konfliktpotentiale muss sich die Familie bezüglich der wichtigsten Weichenstellungen „zusammenraufen“.
Die Vermögens-Strategie regelt die privaten Geldströme der Familie
In vielen Familienunternehmen ist das Vermögen zu fokussiert auf die Firma. Jahrelang haben mitarbeitende Familienmitglieder nicht einen marktgerechten Lohn erhalten. Und oft wurden aus Steuergründen keine Dividenden ausbezahlt.
Unternehmerfamilien brauchen eine Gesamtkonzeption für die Weiterentwicklung aller Besitztümer des Unternehmers und seiner Familie.
Dieser als Vermögens-Strategie (auch Eigner-Strategie genannt) bezeichnete Baustein steht für die systematische integrierte Vermögensplanung der Familie, die Koordination des Mitteleinsatzes sowie die Abstimmung mit der persönlichen Risikoneigung der Beteiligten.
Der Grundsatz der Risikodiversifikation stellt den konzeptionellen Kern einer Vermögens-Strategie dar. Damit sich nach dem Generationenwechsel zur Absicherung des Altinhabers und seiner Familie nicht alle Eier in einem Korb befinden, werden so genannte Strategische Investitionseinheiten (SIE) festgelegt.
Wesentlich bei der Ausarbeitung der Vermögens-Strategie ist somit die Festlegung, Ausgestaltung und strategische Weiterentwicklung der SIE, wobei solche Investitionsfelder Unternehmen, Beteiligungspakete, Private Placements, Immobilien, Wertschriftenportfolios oder auch Kunstsammlungen sein können.
In einem zweiten Schritt ist für jede Investitionseinheit unter Abwägung der Gewinnpotenziale und Risikogrössen die zukünftige Ausrichtung zu formulieren. Ein sorgfältiges Vorgehen berücksichtigt dabei neben Finanzierungs-, Asset - & Liability-Überlegungen, Steuer- und Erbschaftsfragen immer auch die Interessen der einzelnen Familienmitglieder.
Pro Investitionseinheit werden somit auch drei Arbeitsschritte durchlaufen: Auf die Situationsanalyse folgt die Entwicklung von Strategiealternativen, deren Bewertung und die Auswahl der idealen strategischen Stossrichtung, sowie abschliessend die Festlegung und Ausgestaltung von konkreten Aktionsprogrammen.
Nachfolgend können Sie eine Broschüre des Family Business Network (FBN) über Vermögenstransfer - Möglichkeiten und Grenzen herunterladen. (PDF; 2.62 MB). Dort finden Sie u.a. von Leonhard Fopp acht Empfehlungen zur Ausgestaltung des Vermögenstransfers, einen Beitrag von Dr. Alexander Krebs über seine Erfahrungen mit Private Equity-Finanzierungen, aber auch verschiedene interessante Praxisfälle (u.a. Peter Steiner und Philipp Gaydoul), die sehr viel Anregungen vermitteln können.
Sie können die gleiche Broschüre auch auf Englisch ausdrucken: Transfer of ownership - Opportunities and Limits. (PDF; 2.58 MB)
Vielleicht haben Sie folgende oder ähnliche Fragen: Wieviele Personen sollten mit dem Thema konfrontiert werden? Welches sind die Merkmale der angewandten Methodik? Gibt es einen Phasenplan? Welcher Aufwand ist nötig? Wie haben andere Familienunternehmen Lösungen gefunden?
Mehr Details erfahren Sie im persönlichen Gespräch mit Dr. Leonhard Fopp
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