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Neu
als Gestaltungsrat?
In der
Schweiz hat der Verwaltungsrat aktiv Strategie,
Struktur, Systeme, Kultur und Führungskräfte zu prüfen
- als Coach, Herausforderer und Helfer. Dieses Aufgabenspektrum
wird zunehmend auch in Deutschland gefordert und gehört gemäss
Cromme-Bericht in das Anforderungsprofil eines
Aufsichtsrates.
Somit hat das oberste Gremium primär die
nachhaltige Überlebensfähigkeit des Unternehmens
zu fördern und dessen Substanzvermehrung zu erreichen.
Der Gesetzgeber hat dem Verwaltungsrat die Oberleitung
der Unternehmung übertragen (siehe OR 716a). Diese Rolle ist
insbesondere dann eine grosse Herausforderung, wenn die Geschäftsleitung
von einer starken Eignerpersönlichkeit mit enormen Fachwissen
wahrgenommen wird.
Ein proaktiver Verwaltungs- oder
Aufsichtsrat kann selektiv die Geschäftsleitung
unterstützen, begleiten, coachen und herausfordern. Als
Sparring-Partner der Unternehmensleitung ist er gleichermassen
Gestaltungs-, Controlling- und Ausbildungsorgan. |
Dabei stehen für ein professionell geführte
Kontrollgremium vier betriebswirtschaftliche Aufgabenfelder
im Vordergrund:
1. Strategie
Die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie
ist die grösste inhaltliche Herausforderung für ein Unternehmen.
Strategische Unternehmensführung darf nicht Stabsmitarbeitern
überlassen werden, sondern efordert einen intensiven Dialog
zwischen Exekutive und Legislative.
2. Struktur
Strategische Neuausrichtungen bedingen oft Anpassungen
in der Aufbauorganisation eines Unternehmens. Wie ist die optimale
Gliederung der marktgerichteten Geschäftseinheiten vorzunehmen?
Welche unterstützenden Funktionen sind zentral zu bündeln?
Wie wirken die zentralen Geschäftsprozesse auf die Strukturen?
Bei diesen Fragen hat das Kontrollgremium eine gestalterische Rolle
wahrzunehmen.
3. Systeme
Während Strategie und Struktur die Stossrichtungen
und die Rahmenbedingungen prägen, dienen die Systeme der Steuerung
der Unternehmung. Es bedarf strategischer und operativer Systeme,
die miteinander zu verzahnen sind: Strategische Planung, Issue
Planning, Früherkennungssysteme, Risk Management,
Operatives Controlling, Performance Management,
Management-Informations-Systeme / Balanced Scorecards, Anreiz- und
Entlohnungssysteme sowie Beurteilungs- und Förderungsmethodik.
Hier hat das Kontrollgremium sicherzustellen, dass dieses Steuerungsinstrumentarium
wirkungsvoll funktioniert und die richtigen Informationen zur richten
Zeit in der richtigen Qualität vorliegen.
4. Schlüsselpersonen
Hier gilt es dafür zu sorgen, dass die richten
Personen mit der Leitung der Firma betraut werden. Dies betrifft
insbesondere die Auswahl und die Einführung des CEO/Generaldirektors
/ Geschäftsführers. Denn er ist verantwortlich für
die Erzielung des Unternehmensergebnisses. Zentral ist zudem die
Zusammensetzung der Geschäftsleitung. Das
Team an der Spitze ist harmonisch zu gestalten, und es ist auf eine
ausgewogene Vertretung der unternehmerischen Kernkompetenzen zu
achten.
Das Kontrollgremium hat mit der gesamten Geschäftsleitung
einen engen Kontakt zu pflegen, und im Idealfall auch die Talente
auf der zweiten und dritten Führungsebene zu kennen und entsprechend
zu fördern.
Oft ist eine personelle Ergänzung
der Kontrollinstanz die ideale Lösung,
um innerbetrieblich das System der„checks and balances“
zu verstärken. Und um externe Kompetenz und Kapazität
für Notsituationen zu organisieren. Wir kennen die vier Aufgabenfelder
des Kontrollgremiums gut und sind in der Lage, mögliche
Lücken in Unternehmen zu schliessen. |
Ein klares Anforderungsprofil
für ein neues Mitglied des Kontrollgremiums kann nur unternehmensspezifisch
erstellt werden. Zu sehr sind die jeweiligen Firmen in unterschiedlichen
Situationen tätig. Dennoch gibt es Erfahrungswerte.
Ähnlich wie im Sport gilt es darauf zu achten,
dass das Team als Ganzes stark ist und insbesondere alle der sechs
Schlüsselkompetenzen eines Verwaltungsrates einbringt:
- Strategie-Kompetenz
- Management-Kompetenz
- Markt-Kompetenz
- Marketing-Kompetenz
- Finanzkompetenz
- Beziehungs-Kompetenz
Selten sind alle diese Schlüsselkompetenzen
in einer Person vereint. Im Aufsichtsgremium sollten
sich aber Spezialisten zu jeder Schlüsselkompetenz finden.
Dabei zeigen unsere Erfahrungen, dass Teams von 5 oder 7 Mitgliedern
ideal sind.
Mehr Details erfahren Sie im persönlichen
Gespräch mit Dr.
Leonhard Fopp.
CONTINUUM
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